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Rüdiger Kauroff – immer im Einsatz

Rüdiger Kauroff ist Feuerwehrmann, und das mit Leib und Seele. Nebenbei arbeitet er in der Geschäftsführung eines größeren Unternehmens. Ebenfalls nebenbei engagiert er sich in der Politik für die SPD. Wer Kauroff allerdings verstehen will, der muss ihn als das erkennen, was er immer war und bleibt: Brandschützer.

Feuerwehrleute sind ein eigener Schlag Mensch: verwurzelt in der Heimat, immer einsatzbereit – auch am Feiertag – und anpackend. Genau so ist auch Rüdiger Kauroff. Kein Wunder, schließlich ist er seit seinem 11. Lebensjahr bei der Feuerwehr. Heute mit 61 Jahren ist für ihn Schluss mit einer Funktion in der Feuerwehr.

„Als Jugendlicher habe ich mich immer davor gegruselt, dass die Alten mit über 60 sich immer Schlupflöcher gesucht haben, um doch noch weitermachen zu können, anstatt aufzuhören. Damals habe ich mir vorgenommen: Rüdiger, so einer wirst du nicht. Daran halte ich mich. Ich war 18 Jahre Feuerwehrkommandant. Das reicht. Ich höre auf.“

In seiner Stimme liegt keine Wehmut. Er ist nicht traurig, dass er aus dieser Position bei der Feuerwehr ausscheidet. Denn Rüdiger Kauroff hat sich eine neue Aufgabe gesucht. „Als Feuerwehrmann hört man niemals auf, für andere da zu sein. Man macht es nur anders.“

Kauroff kandidiert für den Landtag. Kauroff kandidiert für die SPD. Nicht einfach so – er will gewinnen.

„In diesem Landtag muss doch einer sitzen, der weiß, was die Feuerwehr braucht. In ganz Niedersachen steht der Brandschutz vor Herausforderungen. Überall fehlt der Nachwuchs. Überall sind oder werden wir weniger einsatzbereit. Da muss ein Experte für dieses Thema in den Landtag, und ich bin dieser Experte.“

Kauroff klingt entschieden, wenn er davon spricht, dass er gewählt werden will. Er macht es nicht nur für sich, er macht es auch für die Feuerwehr. Bereits vor 12 Jahren trat er in die SPD ein. „Ich wusste, meine aktive Zeit bei der Feuerwehr wird enden. Ich wusste auch, ich will mich dann in der Politik für die Feuerwehr stark machen, wenn ich nicht mehr stark genug für den Einsatz im Feuer bin.“ 

Als Kauroff in die SPD eintritt, überrascht er die Partei durch seinen Tatendrang.

„Ich wollte, dass wir ein Bürgerbüro haben. Da gab es viele Sorgen, ob wir uns das leisten können oder nicht. Aber da bin ich ganz Feuerwehrmann. Man darf nicht endlos diskutieren, man muss auch einfach mal mutig ins Feuer gehen.“

Kauroffs Vision wurde Wirklichkeit. Heute hat die SPD ein eigenes Bürgerbüro vor Ort. Dort trifft man sich zum Kaffee, und es gibt Sprechstunden für alle Bürgerinnen und Bürger, die ein Anliegen haben. „Und denen wird geholfen. Das heißt für mich SPD.“

Eines Tages beschloss der CDU-Bürgermeister, das Hallen- und Freibad abzureißen. Kauroff und die SPD wollten das nicht. „Das wollte nur er so. Aber wir sind doch nicht in der Politik, um es nur so zu machen, wie es der CDU gefällt.“ Kauroff informierte die Bürger, sammelte Stimmen des Protestes ein. Am Ende konnten er und die SPD das Hallen- und Freibad retten. „Darauf bin ich wirklich stolz. Der Badepark ist wichtig für die Leute.“ 

„Wichtig für die Leute.“ So etwas sagt Kauroff oft. Er denkt immer an die ganze Mannschaft. Nie nur an sich selbst. Diese Einstellung hat ihn aber auch schon in die Krise getrieben. 

„Es gab auch Zeiten, da konnte ich nicht mehr.“ Kauroff gönnte sich zu wenig Freizeit. Sein Körper sagte ihm, dass er zu viel arbeitete, aber Kauroff wollte nicht hören. Der dauernde Stress sorgte dafür, dass seine Ehe in die Brüche ging. Der dauernde Stress führte dazu, dass Kauroff die Kraft abhandenkam. „So konnte es nicht weitergehen. Da habe ich mir zum ersten Mal in meinem Leben Hilfe gesucht.“

Kauroff ist nicht der Typ, der seine Probleme im Stuhlkreis bespricht. Aber mit der richtigen Unterstützung fand er für sich einen guten Weg, um wieder auf die Beine zu kommen. „Heute plane ich Zeit für mich in meinen Kalender ein. Dann fahre ich in die Sauna und mache mir einen schönen Tag.“ Manchmal braucht es nicht viel Veränderung, damit alles besser wird. „So sehe ich das auch in der Politik. In Niedersachsen ist schon vieles gut, und es braucht nur ein bisschen was Neues, damit es besser wird. Gemeinsam mit der SPD glaube ich, dieses bisschen erreichen zu können. Denn oftmals haben kleine Schritte große Wirkung.“ 

Als Kauroff das sagt, geht die Tür zum Bürgerbüro der SPD auf. Ein älteres Ehepaar kommt herein. Kauroff dreht sich um und fragt freundlich: „Wie kann ich helfen?“

Er ist eben immer im Einsatz.

Zur Person:

Rüdiger Kauroff


In den letzten Wochen und Monaten haben wir unseren Mitarbeiter Norman auf eine Reise geschickt. Eine Reise quer durch Niedersachsen, um unsere Landtagsabgeordneten und unsere Kandidatinnen und Kandidaten für den Landtag zu treffen und kennenzulernen. Sechzehn Persönlichkeiten, mit außergewöhnlichen und unterschiedlichsten Lebensläufen, die die SPD im Landtag vertreten oder nach dem 15. Oktober vertreten wollen, hat Norman getroffen. Und er hat Portraits über sie geschrieben. Zu jedem Portrait hat Willi außerdem einen persönlichen Kommentar geschrieben.

„Ich unterstütze Rüdiger Kauroff, weil er auch heiße Eisen anpackt und immer einsatzbereit ist.“

Willi Lemke

Weitere Portraits findest du hier

KandidatInnenportraits