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Mädchen auf einer Brücke springt in die Luft
Foto: Sebastian Voortman I pexels

31. Oktober: Ein neuer Feiertag für Niedersachsen

Die SPD hält Wort: Wie vor der Landtagswahl von Ministerpräsident Stephan Weil angekündigt, hat der niedersächsische Landtag heute die Einführung eines neuen gesetzlichen Feiertags endgültig beschlossen. Ab sofort ist der 31. Oktober in ganz Niedersachsen ein Feiertag – also auch in diesem Jahr.

Warum wollte die SPD einen zusätzlichen Feiertag?

Ein arbeitsfreier Tag ist für viele Menschen eine wichtige Pause vom Arbeitsalltag, die Zeit für Familie und Erholung bietet. Bisher waren die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Niedersachsen im Vergleich zu anderen Bundesländern stark benachteiligt. Hier gab es bisher nur neun gesetzliche Feiertage – in Baden-Württemberg und im Saarland sind es zwölf, in Bayern sogar 13 Feiertage im Jahr. Der neue Feiertag mildert diese Ungerechtigkeit ab und entlastet die niedersächsischen Beschäftigten.

Warum der 31. Oktober?

Der Reformationstag ist bereits in vielen Bundesländern ein gesetzlicher Feiertag – zum Beispiel in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Hamburg und Schleswig-Holstein haben erst kürzlich den 31. Oktober zum Feiertag erklärt – und auch Bremen will nachziehen und hat ein entsprechendes Gesetz auf den Weg gebracht.

Natürlich gab es aber auch andere Daten, die in Frage gekommen wären – wie etwa der Tag des Grundgesetzes, der Frauentag oder der Europatag. Am Ende hat sich aber eine Mehrheit der Landtagsabgeordneten für den von Ministerpräsident Stephan Weil vorgeschlagenen 31. Oktober entschieden.

Ist ein neuer Feiertag ein wirtschaftlicher Nachteil?

Nein! Viele Bundesländer haben deutlich mehr Feiertage als wir Niedersachsen – Bayern hat etwa hat vier, Baden-Württemberg drei Feiertage mehr. Trotzdem ist das durchschnittliche Bruttoinlandsprodukt pro Kopf dort deutlich höher. Außerdem profitieren auch die Unternehmen von erholten und zufriedenen Beschäftigten.