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Profitieren von der Abschaffung nicht vor allem Großverdiener?

Natürlich profitieren von der Abschaffung der Kita-Gebühren auch Großverdiener. Vor allem aber werden niedersächsische Familien mit durchschnittlichen Einkommen spürbar entlastet, die im Moment je nach Wohnort unterschiedlich viel zahlen müssen.

Denn einerseits werden die Kita-Gebühren nicht in allen Gemeinden Niedersachsens entsprechend des Einkommens berechnet, sondern auch pauschal. In Hameln beispielsweise müssen alle Eltern unabhängig vom Einkommen etwa 180 Euro für eine Ganztagsbetreuung zahlen. Durch solche Kostenpauschalen werden Eltern mit geringem Einkommen vergleichsweise stärker belastet.

Andererseits fallen auch dort, wo die Gebühren an das Einkommen gekoppelt sind, hohe Kosten bei Eltern mit kleinen oder mittleren Einkommen an: So müssen z.B. Eltern mit einem gemeinsamen Haushaltseinkommen von etwa 2.300 Euro netto in Hannover bereits den Höchstsatz von mehr als 320 Euro monatlich zahlen. Ab einem gemeinsamen Einkommen von etwa 2.000 Euro netto fallen für ein Kind 200 Euro monatlich an. Dazu kommt eine Kostenpauschale für Mahlzeiten von 30 Euro.

In Lüneburg wird der Höchstsatz von 350 Euro (zuzüglich 50 Euro Essenspauschale) für alle Eltern berechnet, die gemeinsam mehr als 60.000 Euro brutto verdienen. Im Durchschnitt verdienen niedersächsische Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Jahr etwa 44.000 Euro pro Person. Die höchste Beitragsstufe gilt also auch schon für Familien, bei denen das Einkommen der Eltern deutlich unter dem Durchschnitt liegt.

 

Wir schaffen die Kita-Gebühren in ganz Niedersachsen ab!