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Gibt es eine gesteuerte Kampagne gegen die Pflegekammer?

Nein, an eine gesteuerte Kampagne glauben wir nicht. Aber diejenigen, die schon immer gegen die Pflegekammer und eine starke Vertretung der Interessen von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern gekämpft haben, wollen sich den Streit jetzt zu Nutze machen.

Wir haben in den vergangenen Wochen viele empörte Briefe, Nachrichten und Kommentare von Pflegekräften erhalten und können den Ärger gut verstehen. Deswegen glauben wir auch nicht an eine gesteuerte Kampagne. Gleichzeitig versuchen nun aber auch diejenigen, die eine starke Vertretung von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern in der Pflege verhindern wollen, sich an die Spitze des Protests zu stellen: Die Arbeitgeberverbände der Branche kämpfen seit jeher gegen die Pflegekammer, so etwa der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste (bpa), die Arbeitsgemeinschaft privater Heime und ambulanter Dienste (APH Bundesverband e.V. ) oder der Arbeitgeberverband Pflege. Auch CDU und FDP kritisieren die Pflegekammer – als traditionelle Arbeitgeberparteien geht es ihnen aber natürlich überhaupt nicht um die Arbeitsbedingungen der Pflegekräfte in unserem Land, sondern um Stimmungsmache gegen die SPD und die Mitbestimmung von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern. Wenn es ihnen dabei wirklich um die Pflegekräfte ginge, dann würden sie sich wie wir für einen Tarifvertrag für die niedersächsischen Pflegekräfte einsetzen, damit Pflegerinnen und Pfleger endlich anständig bezahlt werden.

Zu den Kritikern gehört aber erstaunlicherweise auch die Gewerkschaft ver.di, die die Pflegekammer wohl als Konkurrenz betrachtet. Dabei hat ver.di es in den vergangenen Jahrzehnten nicht geschafft, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Pflege zu organisieren und endlich bessere Arbeitsbedingungen zu erstreiten.

Eine starke Vertretung für die Pflege in Niedersachsen!