Vor dem Runden Tisch in Niederhaverbeck sprachen Bundesumweltministerin Svenja Schulze und der heimische Bundestagsabgeordnete Lars Klingbeil mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stiftung Verein Naturschutzpark (VNP) Lüneburger Heide – z.B. über den Wolf.

„Unsere Heimat im Bereich Naturschutz noch besser aufstellen“

Der SPD-Bundestagsabgeordnete Lars Klingbeil hat sich mit der Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit, Svenja Schulze, in Niederhaverbeck getroffen. Vor Ort sprachen die beiden bei einem Runden Tisch mit Vertreterinnen und Vertretern aus der Kommunalpolitik sowie aus den Bereichen Naturschutz, Klimapolitik und Landwirtschaft. Die Runde diskutierte darüber, vor welchen Aufgaben die Gesellschaft im Bereich Umweltschutz steht und wie die Bundespolitik den Menschen vor Ort konkret weiterhelfen kann.

„Die Natur, in der wir hier leben, steigert die Lebensqualität enorm und ist zudem ein wichtiger Wirtschaftsfaktor in unserer Heimat. Ich will, dass unsere Heimat im Bereich Naturschutz noch besser aufgestellt ist und die politischen Rahmenbedingungen dafür geschaffen werden. Deshalb ist es wichtig, regelmäßige Austauschplattformen zu schaffen“, machte Klingbeil im Vorfeld der Veranstaltung deutlich.

Klimawandel als eine der größten gesellschaftlichen Herausforderungen

Der SPD-Politiker betonte, wie wichtig es ihm sei, dass bei der Diskussionsrunde so viele verschiedene Vertreterinnen und Vertreter aus unterschiedlichen Bereichen anwesend seien. Nur durch einen kritisch-konstruktiven Dialog könne man die anstehenden Herausforderungen in den Bereichen Umwelt-, Klima- und Naturschutz gemeinsam meistern. Mit Svenja Schulze wisse er bei diesen Themenkomplexen eine verlässliche Kollegin an seiner Seite, mit der die Zusammenarbeit sehr konstruktiv sei. Bereits zum dritten Mal besuchte die Bundesministerin die Heimatregion von Klingbeil. Schulze machte in ihrem Eingangsstatement deutlich, dass der Klimawandel zu den größten gesamtgesellschaftlichen Herausforderungen zähle und man nun politisch alles dafür tun müsse, die negativen Folgen der klimatischen Veränderungen einzudämmen. Auch der fortschreitende Verlust der Biodiversität sei eine Aufgabe, der man sich konsequent stellen müsse.

Waldsterben und nachhaltigere Landwirtschaft

In der nachfolgenden Diskussion wurde unter anderem die Dürre und das damit verbundene Waldsterben angesprochen. Schulze merkte an, dass die Beratung von Waldbesitzerinnen und -besitzern und der Schutz der Wälder sehr kleinräumig erfolgen müssten. Es gelte schließlich ein gutes Mittelmaß zwischen der Waldbewirtschaftung und dem Zulassen von Wildnis hinzubekommen, führte die SPD-Politikerin weiter aus. Zum Themenkomplex der Landwirtschaft waren sich alle Anwesenden einig, dass es zwar weiteren Maßnahmen zur Umstellung der Landwirtschaft bedarf, diese jedoch zu keiner Zeit die wirtschaftliche Existenz der vielen Betriebe gefährden dürften. Klingbeil sagte hier zu, dass man sich jederzeit an ihn wenden könne und er die landwirtschaftlichen Betriebe weiterhin dabei unterstützen werde, sich nachhaltiger aufzustellen. Weitere Punkte, die die Teilnehmerinnen und Teilnehmer diskutierten, waren unter anderem die mögliche Neu-Einteilung der Fauna-Flora-Habitat-Gebiete (FFH-Gebiete), der Wunsch nach mehr digitalisierten Arbeitsprozessen im Bereich Naturschutz oder auch der Umgang mit dem Wolf.

In der zurückliegenden Legislaturperiode habe man beispielsweise mit enormen Investitionen in die Aufforstung der Wälder, Förderprogrammen zur Rettung von Rehkitzen und Unterstützung von Tierheimen viele Beiträge leisten können, die konkret vor Ort weitergeholfen haben. Sein Ziel sei es sich nun weiterhin für einen nachhaltigen Umwelt- und Naturschutz einzusetzen und dafür zu sorgen, dass auch nachfolgende Generationen die Vielfalt der Natur im Landkreis Heidekreis und Landkreis Rotenburg genießen können, so Klingbeil abschließend.