Die niedersächsische Europaministerin Birgit Honé in Schiffdorf Bild: Patrick Josefowiez

Zukunftsräume Niedersachsen – Starker Rückenwind für Geestländer Projekt

Wichtige Impulse für starken ländlichen Lebensraum

Loxstedt/Hannover, 25.01.2021. In einer Videokonferenz hat heute Niedersachsens Ministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten und Regionale Entwicklung, Birgit Honé (SPD), den Förderbescheid aus der Richtlinie „Zukunftsräume Niedersachsen“ an die Stadt Geestland übergeben. Im Beisein der Landesbeauftragten Monika Scherf vom Amt für regionale Landesentwicklung in Lüneburg und des heimischen SPD-Landtagsabgeordneten Oliver Lottke aus Loxstedt nahm Geestlands Bürgermeister Thorsten Krüger Geestland in Gegenwart weiterer Vertreter seiner Verwaltung die Förderung von 249.000 Euro für das Projekt „Prima Klima in Langen“ entgegen. „Herzlichen Glückwunsch an Bürgermeister Krüger, sein Team und die Menschen vor Ort zu dieser Förderung und den dahinterstehenden Einsatz“, gratulierte Lottke.

Im Rahmen der Richtlinie „Zukunftsräume Niedersachsen“ wollen die jeweiligen Projektträger mit innovativen und kreativen Ideen die Attraktivität ihrer Innenstädte steigern. Das niedersächsische Regionalministerium hatte im September 2020 im Zuge der Corona-
Pandemie eine weitere Förderrunde des Programms aufgelegt. „Gerade jetzt müssen wir die Kommunen besonders unterstützen. Mit der Richtlinie bieten wir ein flexibles Instrument an, das sie dabei unterstützt, ihre Ankerfunktion für die sie umgebenden ländlichen Räume
wahrzunehmen“, unterstrich die Regionalministerin die Zielsetzung bei der virtuellen Urkundenübergabe.

Lottke: „Wir hier im ländlichen Raum, im Cuxland und im Landkreis Osterholz, wissen, welche wichtige Versorgungsfunktion zentrale Orte für die Bevölkerung in der Gemeinde selbst und im Umland haben.“ Insoweit sei es begrüßenswert, so der SPD-Politiker, mit welch kreativen Lösungsansätzen die Kommunen den Herausforderungen des demografischen Wandels begegneten. Flexible Instrumente, so Lottke, seien wichtig, auch auf unerwartete Herausforderungen reagieren zu können – das habe die Corona-Pandemie überdeutlich aufgezeigt. „Es war daher richtig und wichtig, dass die Regierungsfraktionen über die Politische Liste für dieses wichtige Programm weitere vier Millionen Euro landesweit bereitgestellt haben“, so Lottke.

Beim Geestländer Projekt „Prima Klima in Langen / Zukunftsraum Langen“ geht es um die Sicherstellung und Entwicklung des Zentrums in seiner Versorgungsfunktion und als sozialer Kommunikationsraum im Ortsteil. Im Mittelpunkt steht dabei die Attraktivierung und Belebung des Ortskerns – insbesondere durch eine Steigerung der Aufenthaltsqualität für alle Alters- und Bevölkerungsgruppen. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf die Steigerung der Sicherheit und des Nutzungskomforts für ältere Menschen und einer Verstärkung des
Erlebnisraums für Kinder.

Lottke: „Ich freue mich sehr, dass bei uns in der Region so viele Menschen mit Mut und Kreativität den Herausforderungen des Wandels begegnen. Dazu bedarf es des Zutuns aller – politisch Verantwortliche ebenso wie Aktive in Vereinen, Initiativen und Verbänden und
letztlich von jedem und jeder Einzelnen von uns. “

Hintergrund:

Im Sommer 2019 hat das niedersächsische Ministerium für Bundes- und Europaangelegenheiten und Regionale Entwicklung das Programm „Zukunftsräume Niedersachsen“ aufgelegt, um gezielt Projekte für die Lebendigkeit und Attraktivität von Klein- und Mittelstädten, Gemeinden sowie Samtgemeinden ab 10.000 Einwohnern in Niedersachsen zu unterstützen, die in ländlichen Räumen Zentrumsfunktionen wahrnehmen.

Mit dem neuen Programm setzt das Ministerium auf die Bausteine Beratung, Förderung und Vernetzung. Zunächst können interessierte Kommunen Beratungsleistungen zur Ausarbeitung ihrer Förderanträge in Anspruch nehmen. Mit dem so verfeinerten Antrag gehen sie dann in
das Auswahlverfahren. Über die Bewilligung der Förderanträge entscheiden die vier Ämter für regionale Landesentwicklung in Abstimmung mit den kommunalen Steuerungsausschüssen. Die projektbezogene Förderquote liegt bei 60 Prozent, für Kommunen mit geringer
Steuereinnahmekraft bei 90 Prozent der zuwendungsfähigen Gesamtausgaben.

Die Fördersumme pro Projekt liegt zwischen 75.000 und 300.000 Euro. Um die Ideenfindung und den Erfahrungsaustausch zu intensivieren, finden regelmäßig Netzwerkveranstaltungen statt.

Seit 2019 gingen in drei Antragsrunden etwa 100 Interessensbekundungen ein, aus denen einschließlich der laufenden Runde 41 Projekte ausgewählt wurden und mit insgesamt rund acht Millionen Euro über die Richtlinie gefördert werden. Der Stichtag für die vierte
Antragsrunde ist der 20. Mai 2021.