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Dr. Christos Pantazis zum Recht auf Homeoffice: „Es muss ein Recht auf Arbeit daheim geben, aber keine Pflicht“

„Homeoffice dort zu ermöglichen, wo es mach- und darstellbar ist, sollte das Gebot der Stunde sein, um die Corona-Pandemie zu bekämpfen. Kontakte, die am Arbeitsplatz gemieden werden können, können einen Beitrag leisten, um das aktuelle Infektionsgeschehen wieder beherrschbar zu machen. Jüngst forderte der DGB-Chef Reiner Hoffmann erneut einen Anspruch auf Homeoffice – einer Forderung, der wir als Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten nur zustimmen können. Im Übrigen sind die Pläne von Arbeitsminister Heil hier durch den Koalitionspartner im Bund torpediert worden“, erläutert Dr. Christos Pantazis, stellvertretender Vorsitzender und wirtschaftspolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion.

Nur wenn die Bereitschaft der Unternehmen bestehe, die Homeoffice-Möglichkeiten großzügig auszuleben, könne der Grundsatz „Wir bleiben zuhause“ umgesetzt werden, betont der Wirtschaftspolitiker. Nicht nur zur Pandemie-Eindämmung, sondern auch als Beitrag für mehr Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie zur Verkürzung von Wege- und Fahrzeiten im Sinne des Klimaschutzes erweist sich das Homeoffice als äußerst sinnvoll.

„Klar ist aber, dass wir derzeit erleben, dass vieles mit zugedrücktem Auge toleriert und akzeptiert wird. In einer Post-Corona-Zeit braucht es jedoch klare Regeln und einen rechtlichen Rahmen für das Homeoffice. Dabei sind für uns zwei Aspekte klar: Es muss ein Recht auf Arbeit daheim geben, aber keine Pflicht. Homeoffice darf nicht von Unternehmen genutzt werden, die bestehende Büro- und Mietinfrastruktur aus Kostensicht zu optimieren. Jeder Arbeitnehmerin und jedem Arbeitnehmer, die/der im Büro arbeiten möchte, sollte dies auch weiterhin ermöglicht werden. Gleichzeitig muss auch sichergestellt werden, dass es Trennlinien zwischen Arbeit und Zuhause gibt. Damit ist für uns eng verbunden, dass sich ein Recht auf Nichterreichbarkeit etabliert“, macht Pantazis deutlich.