Vor dem Lockdown war der Bundestagsabgeordnete Lars Klingbeil gemeinsam mit Privatwaldbesitzern sowie Vertreterinnen und Vertretern der Kommunen, der Jägerschaft, der Forstämter und vielen mehr bei Waldbesitzer Hannes Wilkens auf dem Hof Tadel in Visselhövede zu Gast, um über den Zustand des Waldes zu sprechen.

Klingbeil: „Durch kluges Handeln können wir unseren Wald besser schützen“

Vor dem erneuten Lockdown hat der Bundestagsabgeordnete Lars Klingbeil zu einem Runden Tisch zum Zustand des Waldes eingeladen. Gemeinsam mit Privatwaldbesitzern sowie Vertreterinnen und Vertretern der Kommunen, der Jägerschaft, der Forstämter und vielen mehr war der SPD-Politiker bei Waldbesitzer Hannes Wilkens auf dem Hof Tadel in Visselhövede zu Gast.

Stürme, mehrere Dürrejahre und der Borkenkäfer haben dem niedersächsischen Wald in den letzten Jahren sehr zugesetzt. Die Konsequenzen dessen spiegeln sich in Schäden am Wald und an stark gefallenen Holzpreisen wider. Aus diesem Grund suchte Lars Klingbeil vor einigen Wochen bereits das Gespräch mit Unternehmerinnen und Unternehmern aus der Forstwirtschaft und lud diese nun zusammen mit Privatwaldbesitzern sowie Vertreterinnen und Vertretern der Kommunen, der Jägerschaft, der Forstämter und vielen mehr zu einem Runden Tisch ein, um über den Zustand des Waldes zu sprechen. „Der Zustand des Waldes ist ein drängendes Problem, um das wir uns viel stärker kümmern müssen“, so Klingbeil nach der Runde.

Die Anwesenden berichten dem Abgeordneten, dass sie die im Konjunkturpaket enthaltenen 700 Millionen Euro für den Erhalt und die nachhaltige Bewirtschaftung der Wälder begrüßen. Die Gelder sind beispielsweise für Zuschüsse für Unternehmen im Forstbereich und eine nachhaltige Forstwirtschaft vorgesehen. Leider fließen die Gelder aber viel zu spät und die Verfahren sind viel zu kompliziert. Klingbeil sagte zu, diese Kritik mit nach Berlin zu nehmen.

Kritisch stehe man vor allem dem hohen bürokratischen Aufwand gegenüber: die europäische De-minimis-Regelungen, welche eine Förderung von Maßnahmen zur Bewältigung der durch Extremwetterergebnisse verursachten Folgen im Wald und für den klimarobusten Waldumbau vorsieht, könne bei einer Forstgemeinschaft nicht von einzelnen Mitgliedern beantragt werden, da die Gemeinschaft als einziger Antragsteller betrachtet würde. Klingbeil nahm diesen und viele weitere Hinweise zum Schutz des Waldes auf und will sie nun mit den Fachpolitikerinnen und -politikern seiner Fraktion im Bundestag besprechen.

Teilnehmende begrüßen Holzbauinitiative

Die Positionen von Klingbeil zu einer Holzbauinitiative begrüßten die Anwesenden: So soll bei öffentlichen Ausschreibungen ein Mindestanteil von Holzprodukten vorgeschrieben sein, die Verwendung von Holzprodukten gestärkt und die Holzforschung ausgebaut werden. Der Produktionsverlauf und die Herkunft des Rohstoffs sollen zudem gekennzeichnet werden. Damit sollen Verbraucherinnen und Verbraucher bei ihrer Kaufentscheidung zugunsten einheimischer Holzarten unterstützt werden. Die Anwesenden betonen zudem die umweltfreundliche Eigenschaft von Holz, Kohlenstoffdioxid speichern zu können.

Vorgaben zu Baumbestand noch diskursfähig

Von den Teilnehmenden wurde einhellig die nachhaltige Bewirtschaftung des Waldes befürwortet. Allerdings seien die Vorgaben zum Umgang des Bestands, beispielsweise der Roteiche oder der Douglasie, noch diskursfähig. Lars Klingbeil will nun weitere Gespräche zum Zustand des Waldes führen, da ihm das Thema sehr wichtig sei, unterstrich der SPD-Politiker: „Durch kluges Handeln können wir unseren Wald besser schützen. Das sollten wir dringend tun“, so der Bundestagsabgeordnete. Klingbeil kündigte zudem an, zu dem Thema weiterhin jederzeit ansprechbar zu sein.