Vertreter/innen des Betriebsrats von MAN Salzgitter trafen sich mit Mitgliedern der "Braunschweiger Gruppe" in der SPD-Landtagsfraktion.

Pantazis und Klein: Massiver Stellenabbau bei LKW-Hersteller MAN – Arbeitsplätze und Standorte müssen erhalten bleiben

Der LKW-Hersteller MAN hat angekündigt, in den kommenden Jahren weltweit rund 9.500 Stellen zu streichen und möglicherweise ganze Standorte zu schließen. Bislang ist unklar, welche Standorte von dem Stellenabbau in welchem Umfang betroffen sein werden. „Diese insgesamt massiven Stellenreduzierungen bei MAN, ggf. auch am Standort in Salzgitter, werden auf deutlichen Widerstand der SPD-Landtagsfraktion stoßen“, erklären der Salzgitteraner Landtagsabgeordnete Stefan Klein und der wirtschaftspolitische Sprecher der Landtagsfraktion, Dr. Christos Pantazis.

MAN ist unter anderem durch stark zurückgehende Nachfrage vor und während der Corona-Pandemie in Schwierigkeiten geraten. Das MAN-Werk in Salzgitter hat sich hingegen in den letzten Jahren positiv entwickelt und ist grundsätzlich gut aufgestellt. Der Standort Salzgitter ist zudem für die Region und Niedersachsen von höchster Wichtigkeit und Bedeutung.

„Der offenbar natürliche Reflex des Konzerns sind Stellenabbau und eventuelle Standortschließungen. Selbst der Bereich Forschung und Entwicklung soll Federn lassen, obwohl sich gerade hier die Zukunftsfähigkeit eines Unternehmens entscheidet“, kritisiert Pantazis.

„Wir haben umgehend mit dem Betriebsrat von MAN in Salzgitter Kontakt aufgenommen und ihn und Vertreter/innen der IG Metall für die kommende Woche zum Gespräch in den Landtag nach Hannover eingeladen“ verdeutlicht Klein. „Sollte ein gewisser Stellenabbau nicht zu verhindern sein, so ist er sozialverträglich, ohne betriebsbedingte Kündigungen, zu organisieren. Die Beschäftigungssicherung bis 2030 muss dabei Bestand haben“, führt Pantazis weiter aus.

„Der MAN-Standort Salzgitter muss zudem so ausgestattet werden, dass er langfristig zukunftsfähig bleibt. Hierzu sind gerade Forschungs- und Produktionsbestandteile in der Wasserstofftechnologie zusätzlich in Salzgitter anzusiedeln. Damit würde sowohl der Standort gestärkt und gleichzeitig das beispiellose Zukunftsprojekt ‚Wasserstoff-Campus Salzgitter‘ unterstützt werden“, macht Klein deutlich.

„Ein Austragen falscher strategischer Entscheidungen der Konzernführung nur auf Kosten der Beschäftigten, und damit auch der betroffenen Gebietskörperschaften, ist in keinster Weise akzeptabel“, so Stefan Klein und Dr. Christos Pantazis abschließend.