V.l.n.r.: Marcus Bosse, Dietmar Schilff, Dunja Kreiser, Deniz Kurku, Tobias Thurau, Wolfgang Freter Bild: Henrik Hamann

Aufschlussreiche Podiumsdiskussion zum Thema Rechtsextremismus in der Lindenhalle

Am vergangenen Dienstag lud der SPD-Unterbezirk Wolfenbüttel zu einer Podiumsdiskussion zum Thema „Rechtsextremismus und Hetze“ in die Lindenhalle Wolfenbüttel ein. Hintergrund der Veranstaltung ist die Zunahme von körperlichen und verbalen Angriffen auf Amts- und Mandatsträger, sowie Haupt- und ehrenamtliche Einsatz- und Rettungskräfte. Diese Angriffe reichen dabei von einfachen verbalen Beleidigungen auf der Straße, über Angriffe auf Wahlkreisbüros, bis hin zur aktiven Gewalt gegen Politikerinnen und Politiker, welche mit der Ermordung von Walter Lübcke einen tragischen Höhepunkt erreichte.

Die Experten Deniz Kurku (Sprecher gegen Rechtsextremismus der SPD-Fraktion im Landtag), Wolfgang Freter (Leiter des Referats Rechtsextremismus und Prävention im Niedersächsischen Verfassungsschutz), Dietmar Schilff (Landesvorsitzender der Gewerkschaft der Polizei) und Tobias Thurau (Kreisbrandmeister Wolfenbüttel) erörterten zusammen mit den Landtagsabgeordneten Dunja Kreiser und Marcus Bosse, wie man sich selbst und andere vor rechtsextremer Gewalt und Hetze schützen kann.

Ein wichtiger Fokus in der Diskussion war dabei, wie man mit eben dieser Gewalt und Hetze, besonders in sozialen Medien wie z.B. Facebook umgehen kann und welche Möglichkeiten es gibt, sich gegen diese zu schützen.

Dazu äußerte Dunja Kreiser: „Als Innenpolitikerin ist mir der Schutz des Ehrenamtes ein großes Anliegen. Die Zunahme von Extremismus, insbesondere von rechts, und die Zunahme von Gewalt insgesamt besorgen mich.“ Nachdem zunächst die Experten eine Stunde lang untereinander diskutierten und Lösungsansätze entwickelten, wurden Fragen der zahlreich anwesenden Besucher beantwortet. Zum Abschluss plädierte Marcus Bosse: „Als SPD-Unterbezirk Wolfenbüttel ist es uns wichtig, über diese Themen zu sprechen. Die große Resonanz hat uns sehr gefreut, zeigt aber auch, dass der Kampf gegen Hass und Hetze leider sehr aktuell ist.“

 

Bild: Henrik Hamann