Hanne Modder im Landtag. Bild: Jan Hartge

Kommunalpolitiker haben Pauschalkritik nicht verdient

Leer –  Hanne Modder weist in ihren Eigenschaften als SPD-Landtagsabgeordnete und SPD-Bezirksvorsitzende die Kritik von OZ-Chefredakteur Joachim Braun an der Arbeit von Kommunalpolitikerinnen und Kommunalpolitikern in Ostfriesland entschieden zurück: „Diese Pauschalkritik ist unangebracht und in ihrer groben Verallgemeinerung schlicht falsch“, meinte Modder.

Braun hatte in seinem Wochenend-Kommentar in der Ostfriesen-Zeitung darüber geschrieben, „wie weit entfernt auch ostfriesische Lokalpolitiker von ihren Bürgern sind“ und spricht von der „Ignoranz selbst ernannter Eliten“. Es sei auch schlicht falsch, dass Anregungen der Jugendlichen von „Fridays for Future“ – und übrigens auch vieler anderer gesellschaftlicher Gruppen – ignoriert würden. Als ein Bespiel von vielen nannte Modder das Klimaschutzkonzept für den Landkreis Leer, das SPD und Grüne in der Kreistagsgruppe SFGB angeregt und schließlich auch im Kreistag durchgesetzt hätten.
Der OZ-Chefredakteur sagt zu Recht, dass die Wählerinnen und Wähler den Souverän bilden – aber in einer parlamentarischen Demokratie geben diese Wählerinnen und Wähler ihre Stimmen ehrenamtlichen Kandidatinnen und Kandidaten, denen sie zutrauen, dass sie zum Wohl der Stadt, der Gemeinde oder des Landkreises handeln. Modder, die auch noch Mitglied der SPD-Kreistagsfraktion und der SPD-Fraktion im Rat der Gemeinde Bunde ist: „Wir alle – und übrigens auch die Redaktion der OZ – sind nicht frei von Fehlern, übernehmen aber Verantwortung und geben übrigens überall Rechenschaft ab. In Ratssitzungen, Ausschüssen, öffentlichen Veranstaltungen, bei regelmäßigen Infoständen in den Fußgängerzonen, Bürgersprechstunden, in Vereinen und Verbänden, bei öffentlichen politischen Veranstaltungen oder einfach im Supermarkt um die Ecke.“ Die SPD werde in Zukunft noch viel stärker Angebote machen, um mit dem Bürger ins Gespräch zu kommen.
„Ich wünsche mir, dass all diejenigen, die mit den jetzigen Zuständen nicht zufrieden sind und die Arbeit der ehrenamtlichen Kommunalpolitikerinnen und -politikern kritisieren, Verantwortung übernehmen und ihre Bereitschaft erklären, sich bei den demokratischen Parteien in Ostfriesland als Kandidatinnen und Kandidaten für die Kommunalwahl im nächsten Jahr zu bewerben. Mit seiner undifferenzierten Pauschalkritik jedenfalls hat Herr Braun dem Ehrenamt einen Bärendienst erwiesen.“ sagte Modder.