Dunja Kreiser mit dem Team aus der Notaufnahme
Dunja Kreiser mit dem Team aus der Notaufnahme Bild: Henrik Hamann

Dunja Kreiser hospitierte im städtischen Klinikum Wolfenbüttel

Dunja Kreiser hospitierte kürzlich im Klinikum Wolfenbüttel in der Notaufnahme. Dabei begleitete Sie über den Abend das Team der Notaufnahme bei der Arbeit.

Dunja Kreiser: „Ich habe mich gefreut einen Einblick in die Arbeit der Notaufnahme in Wolfenbüttel zu bekommen. Das sehr freundliche Team hat mich sehr beeindruckt. Da es ein relativ ruhiger Freitagabend war, blieb Zeit für _ Gespräche. Besonders hervorzuheben ist die Rotation des Pflegepersonals: in regelmäßigen Abständen rotieren die Pflegerinnen und Pfleger in den unterschiedlichen Fachbereichen, zum Beispiel Inneres und Chirurgie , damit die Handgriffe auch unter Stressbedingungen sitzen. Das sichert eine hohe Qualität für die Patientinnen und Patienten. Auch die Möglichkeiten der Digitalisierung werden in Wolfenbüttel schon besser genutzt als andernorts: der Rettungsdienst liefert die Patientendaten direkt digital auf das System der Notaufnahme.“

Bei den Gesprächen waren aber auch die Herausforderungen für die Notaufnahmen und des Rettungsdienstes ein bestimmendes Thema.

„Viele Menschen kommen mit Beschwerden, die eigentlich kein Thema für die Notaufnahme sind. Auch während der von mir besuchten Schicht war das der Fall. Ich verstehe jeden, der gerne so schnell wie möglich medizinische Versorgung für seine Beschwerden haben will – aber die Notaufnahme sollte den Notfällen vorbehalten sein. Das muss unserer Gesellschaft wieder bewusster werden. Man sollte sich wieder häufiger überlegen, ob man wirklich am Freitagabend in die Notaufnahme muss oder nicht doch der Arztbesuch am Montag auch ausreicht, um für die wirklichen Notfälle eine schnelle und ausreichende Behandlung zu gewährleisten.“

Die Rettungsdienststruktur für Wolfenbüttel hält Dunja Kreiser für gut. Die in letzter Zeit diskutierte Umstrukturierung des Rettungsdienstes mache in großen Städten Sinn, aber nicht in Wolfenbüttel. Grundsätzlich sei der Erhalt der Standards wichtig.

In den Gesprächen mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Klinikums ist auch immer wieder von Übergriffen verbaler und körperlicher Art zu hören. Leider mache die Veränderung der Gesellschaft auch nicht vor Krankenhaustür halt und insbesondere in der Notaufnahme haben Patienten unter Drogen oder Alkoholeinfluss ein höheres Gewaltpotential. Das sei insgesamt eine hohe Belastung für die Beschäftigten.

„Die Pflegekräfte stehen in der Notaufnahme ständig vor neuen Herausforderungen, aber dieser Job ist deshalb auch sehr abwechslungsreich und nicht langweilig, so die Aussage der Mitarbeiterinnen Und Mitarbeiter. Ich habe ein hochqualifiziertes Team begleiten dürfen und bin froh, dass die Patientinnen und Patienten im Landkreis Wolfenbüttel gut versorgt werden.“