Die Besucherinnen und Besucher konnten ihre Fragen bei „Klingbeil im Gespräch“ direkt an den Bundestagsabgeordneten richten. Bild: Sandra Krafft/Team Klingbeil

Klingbeil diskutiert mit Gästen in Rotenburg

Der heimische Bundestagsabgeordnete Lars Klingbeil konnte bei seiner öffentlichen Dialogveranstaltung „Klingbeil im Gespräch“ im Rotenburger Ratssaal zahlreiche Gäste begrüßen. Die Besucherinnen und Besucher stellten dem SPD-Politiker Fragen zu vielen unterschiedlichen Themen – von Erdgasbohrungen in der Region über Klimaschutz bis zur Grundrente - und der 41-Jährige stand dann auch Rede und Antwort.

„Der direkte Kontakt mit den Leuten vor Ort ist wichtig für meine Arbeit“, machte Klingbeil gleich zu Beginn deutlich. Derzeit ist der 41-Jährige im Rahmen seiner „Tour der Ideen“ in der Region unterwegs. Zum inzwischen 11. Mal will der Bundestagsabgeordneten dabei in den Sommermonaten mit den Bürgerinnen und Bürgern direkt sprechen und Hinweise, Anregungen und Ideen für seine Arbeit aufnehmen. Im vergangenen Jahr traf der SPD-Politiker bei seiner „Tour der Ideen“ insgesamt 1.400 Menschen.

Erdgasförderung: Klingbeil will Studie abwarten

Ein Thema, das die Besucherinnen und Besucher in Rotenburg ansprachen, waren die geplanten Erdgasbohrungen in der Region. Er setze sich seit Jahren für verschärfte Gesetze im Bereich Fracking/Erdgasbohrungen ein und es wurde vieles erreicht, unterstrich Klingbeil. Das genüge aber noch nicht. In den aktuellen Fällen rund um Visselhövede, Bad Fallingbostel und Bomlitz drängt er auf ein Moratorium, das der Niedersächsische CDU-Wirtschaftsminister Bernd Althusmann allerdings ablehnt – genauso wie ein freiwilliges Moratorium. „Wir brauchen ein Verbot von geplanten Erkundungsbohrungen oder Förderungen von Gas- und Ölvorkommen, bis die auffälligen Krebsfälle in räumlicher Nähe zur bestehenden Erdgasförderung aufgeklärt sind“, so Klingbeil. Die derzeit laufende Studie, die die gesundheitliche Belastung für Anwohnerinnen und Anwohner in räumlicher Nähe zur Erdgasförderung untersucht, sollte abgewartet werden.

„Klimaschutz muss sozial gerecht gestaltet werden“

Auch auf das Thema Klimaschutz kam der Bundestagsabgeordnete zu sprechen. Dieses müsse sehr ernst genommen werden, so der SPD-Politiker. Im September werde das Klimaschutzgesetz ins Kabinett kommen und Klingbeil will sich dafür stark machen, dass der ländliche Raum bei der Gesetzgebung nicht benachteiligt wird. „Klimaschutz muss sozial gerecht gestaltet werden“, betonte Klingbeil.

Neben dem Klimaschutz wurden Fragen zu vielen weiteren bundespolitischen Themen gestellt. So machte der Bundestagsabgeordnete aus Munster zum Beispiel auch deutlich, dass die Grundrente wichtig sei – und ohne eine Bedürftigkeitsprüfung kommen müsse.