Lars Klingbeil / Fotograf: Tobias Koch (www.tobiaskoch.net)

Klingbeil: „Mehr Tempo bei Ortsumgehung Scheeßel“

Das Niedersächsische Verkehrsministerium will zu Beginn des nächsten Jahres prüfen, ob es mit der Ortsumgehung Scheeßel weiter geht und wie der weitere Ablauf bis zum Bau geplant werden soll. Das erfuhr nun der heimische Bundestagsabgeordnete Lars Klingbeil, nachdem er sich an den zuständigen Verkehrsminister Bernd Althusmann gewandt hatte. Klingbeil wollte wissen, warum die Ortsumgehung derzeit nicht bearbeitet wird und wie der genaue Zeitplan für die Umsetzung ist.

„Die Bürgerinnen und Bürger fragen sich völlig zu Recht, warum es mit der Ortsumgehung in Scheeßel nicht voran geht“, so der Bundestagsabgeordnete. 2016 war das Vorhaben im Bundesverkehrswegeplan 2030 in den „vordringlichen Bedarf“ aufgenommen worden. Es sei unverständlich, so Klingbeil, warum nichts passiere. „Seit Jahren setzen sich Politikerinnen und Politiker für das Vorhaben ein und der Bund stellt nun die nötigen Mittel zur Verfügung. Der niedersächsische Verkehrsminister sollte nicht auf die Bremse treten. Wir brauchen mehr Tempo bei der Ortsumgehung Scheeßel“, so der 41-jährige SPD-Politiker.

Althusmann verwies in seinem Antwortschreiben an Klingbeil darauf, dass die Linienplanung bereits abgeschlossen seien und dass nun in der nächsten Planungsphase ein detaillierter technischer Entwurf aufgestellt werden soll. Die Verzögerungen begründete der Minister mit fehlenden Ressourcen bei der zuständigen Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr (NLStBV). So sei die NLStBV mit anderen Aufgaben „stark ausgelastet“. Die Planungen der Ortsumgehung Scheeßel sollen laut Althusmann weitergeführt werden, wenn ausreichend Ressourcen zur Verfügung stehen.

Klingbeil fordert Althusmann nun auf, mehr gegen die personellen Engpässe in der Behörde zu unternehmen, damit unter anderem auch das Scheeßeler Vorhaben zeitnah weiterverfolgt werden kann. Darüber hinaus müsse laut Klingbeil mehr Klarheit darüber herrschen, ob das Verkehrsministerium Anfang 2020 prüfen möchte, „ob“ es mit der Ortsumgehung weitergehe oder „wie“.