Gruppenbild in der Haneburg (von links): VHS-Leiter Detlev Maaß, VHS-Vorstandsvorsitzender Jörg Furch, VHS-Fachbereichsleiterin Marion Weber, Landtagsabgeordnete Hanne Modder, Ministerin Birgit Honé, VHS-Fachbereichsleiterin Ursula Behrends und VHS-Fachbereichsleiterin Sabine Kasimir. Bild: Schröder

Ministerin Honé: VHS Leer leistet gute Arbeit für den ländlichen Raum

Leer – Birgit Honé zeigte sich bei einem Besuch der Volkshochschule für die Stadt und den Landkreis Leer beeindruckt von der Arbeit, die diese Bildungseinrichtung für einen ländlichen Raum wie den Landkreis Leer leistet. Die SPD-Ministerin für Europa- und Bundesangelegenheiten und Regionale Entwicklung kündigte ihre Unterstützung bei einigen Projekten an, die beim Besuch in Leer besprochen wurden. „Die Volkshochschulen spielen eine ganz wichtige Rolle für die Entwicklung des ländlichen Raums“, meinte Honé, die von Hanne Modder nach Leer eingeladen worden war.

In dem Gespräch in der Haneburg stellten die Fachbereichsleiterinnen und -leiter die Arbeitsgebiete der Volkshochschule vor: Integration, berufliche Bildung, allgemeine Bildung mit dem Schwerpunkt Sprache und letztlich auch Europa. Ein großes Themas war der Wunsch der VHS nach mehr und besseren, vor allem barrierefreien Räumlichkeiten. „Da müssen wir ran“, sagte Modder, die sich von den Planungen für das Campusgelände in Leer einiges verspricht. Dazu müssten aber noch Gespräche geführt werden.
Die VHS entwickelte in dem Gespräch einige Ideen für Projekte. So schilderten die Fachbereichsleiterinnen Marion Weber und Ursula Behrends, dass viele Frauen mit Migrationshintergrund an Integrationskursen nicht teilnehmen können, weil es wegen der vielen Kurstermine keine ausreichende Kinderbetreuung gibt. „Wir müssen Wege suchen, den Zugang zu den Integrationskursen für solche Frauen zu erleichtern. Dafür müssen auch zu starre Strukturen überdacht werden“, meinte Honé.
Eine weitere Idee war ein Online-Angebot für Migranten, die Deutsch lernen. Honé erfuhr, dass viele zwar gut Deutsch sprechen, mit der Schreibkompetenz aber Probleme haben. Ihr Ministerium werde prüfen, ob über das kleine Programm „Soziale Innovationen“ die Möglichkeit besteh
e, Online-Angeboten zu entwickeln, die die Migranten unterstützen.
Besonders interessierte sich Honé für die Angebote, über den zweiten Bildungsweg Schulabschlüsse nachzuholen. Die VHS berichtete, dass die Schülerinnen und Schüler dringend eine bessere pädagogische Betreuung benötigten.  Auch in diesem Punkt wollen VHS und Honé zusammenarbeiten.
Besonders bedankte sich Honé für den Einsatz der VHS Leer für Europa. Die VHS ist ein Standort des EDIC – des „Europe Direct Infortmationszentrums“ in Leer. „Es geht darum, Europa an Mann und Frau zu bringen. Wir werden uns 2020 für die nächste, fünfjährige Förderperiode bewerben“, sagte VHS-Leiter Detlev Maaß. Honé begrüßte das ausdrücklich.