Bild: Etienne Lehnen

Die Niedersachsen-Partei

Der dritte Landesparteitag in nur etwas mehr als einem halben Jahr – das zeigt die Dynamik der letzten Monate. Im vergangenen Jahr waren die vorgezogenen Wahlen zum Landtag und die anschließende Koaltionsvereinbarung Anlässe für Sonderparteitage, am letzten Wochenende hatten wir einen ganz normalen, einen ordentlichen Landesparteitag in Bad Fallingbostel. Es wurde ein interessantes, ruhiges und ziemlich harmonisches Treffen, und das ist in der SPD zuletzt auch nicht selbstverständlich gewesen.

Die niedersächsische SPD ist gut drauf. Das hängt nicht nur mit dem famosen Ergebnis bei den Landtagswahlen im letzten Herbst zusammen. In Niedersachsen kann die SPD nach wie vor für sich in Anspruch nehmen, eine Volkspartei zu sein. Überall in diesem großen Land trifft man Sozis, oft auch in verantwortlichen Positionen in den Kommunen. Und unter den fast 60 000 Mitgliedern gibt es tatsächlich eine bunte Mischung ganz unterschiedlicher Menschen, die unsere Gesellschaft ganz gut widerspiegelt.

Das alleine macht aber nicht eine Volkspartei aus. Für mich ist es entscheidend, dass die SPD überall und ständig zeigt: Wir sind Teil der Gesellschaft in Niedersachsen, die Themen der Bürgerinnen und Bürger sind unsere Themen. Dazu gehört natürlich die soziale Gerechtigkeit, aber ebenso auch Wirtschaft und Sicherheit. Genauso wichtig ist es, von Bürgernähe nicht nur zu sprechen , sondern sie auch zu pflegen. Deswegen werden wir die erfolgreichen „Auf ein Wort mit …“-Veranstaltungen in den nächsten Jahren konsequent fortsetzen – die anderen sozialdemokratischen Kabinettsmitglieder und ich werden permanent auf Achse sein.

Das sind nur einige Beispiele dafür, was  wir uns für die nächsten Jahre vorgenommen haben. Ich bin überzeugt davon, wenn das alles konsequent umgesetzt wird, dann wird sich die SPD in Niedersachsen in der gesellschaftlichen Mitte sehr breit aufgestellt haben und dann können wir wirklich als die Niedersachsen-Partei schlechthin gelten.

Für diesen Kurs gab es auf dem Parteitag eine breite Zustimmung und das gibt mir ein gutes Gefühl für die nächsten Jahre.

Ach ja, und nach dem Parteitag ist vor dem Parteitag: Am nächsten Wochenende ist es wieder so weit, dann findet in Wiesbaden ein außerordentlicher Bundesparteitag mit der Neuwahl einer Parteivorsitzenden statt. Zum ersten Mal seit mehr als anderthalb Jahrhunderten wird es eine Frau werden – das wird auch Zeit. Zum ersten Mal gibt es auch zwei Kandidatinnen, wobei ich sehr für Andrea Nahles eintrete. Warum, das hat sie mit einer überzeugenden Rede auf dem Landesparteitag in Bad Fallingbostel bewiesen. Ich bin sicher, Andrea Nahles wird eine sehr gute SPD-Vorsitzende werden.

Ich wünsche Euch eine gute Woche.