SPD-Forum stellt sich vor: „Neue Gesellschaft“

Individualität und Solidarität gehören für die SPD zusammen: Die Spielräume für das Ausleben von Individualität müssen gewahrt und ausgebaut werden, gleichzeitig müssen wir aber für den Zusammenhalt der Gesellschaft – für den „sozialen Kitt“ – sorgen. Eine atomisierte Gesellschaft mit realen oder herbeigeredeten Konflikten zwischen den Generationen, mit sich abschottenden Jugendkulturen, mit diskriminierten Seniorinnen und Senioren und

mit wachsenden Integrationsproblemen der neuen Inländer darf es nicht geben. Dieses „Feld zu beackern“ ist sicherlich schwierig, komplex und kompliziert, aber auch dringend notwendig. Wir wollen es deshalb in diesem Forum versuchen.

Ziele des Forums

Eine solidarische und demokratische Gesellschaft zeichnet aus, dass sie Jederfrau und Jedermann Teilhabe ermöglicht. Hier gibt es Umsetzungsdefizite in Deutschland. Die sozialen Merkmale, Fragen der Abstammung oder des Geschlechtes, der Bildungsgrad oder das Alter von Bürgerinnen und Bürgern entscheiden über die individuellen Möglichkeiten von Partizipation.

Die SPD möchte diesen Tendenzen entgegenwirken; die Formulierung neuer Gesetze ist dabei weniger notwendig als zu einer neuen Praxis des Zusammenlebens zu kommen. Das SPD-Forum „Neue Gesellschaft“ wendet sich daher ausdrücklich an die „Praktiker“ aus den Wohlfahrts- und Sozialverbänden sowie an Integrations- und Behindertenbeauftragte von Land, Städten und Gemeinden. Ein besseres Miteinander darf nicht kaputt gespart werden!

Leitung des Forums

„Die Lebensqualität und der Zusammenhalt in einem Land lassen sich nicht an der Höhe seines Bruttosozialproduktes festmachen“, sagt Gabriele Lösekrug-Möller. Sie ist Mitglied im Bundestagsausschuss für Arbeit und Soziales und Hauptberichterstatterin für das Thema Arbeitsmarkt für Leistungsgeminderte. Deutschland dürfe bei aller notwendigen Bekämpfung der Wirtschaftskrise und allen berechtigten Konsolidierungsanstrengungen nicht aus den Augen verlieren, dass viele Menschen aus eigenem Antrieb Verantwortung im Sinne des Gemeinwohls übernehmen wollen und hierfür Strukturen nötig seien.

Ein handlungsfähiger Staat und eine handlungsfähige Bürgergesellschaft gingen Hand in Hand. Lösekrug-Möller: „Wir werden im Forum die Möglichkeiten ausloten, welche neuen Formen an sozialem Engagement nötig und möglich sind, welche staatliche Unterstützung notwendig ist und wie wir die Gruppen der Benachteiligten besser erreichen“, kündigt Lösekrug-Möller an.

Weitere Angebote der SPD im Internet:

Aktivitäten