#Dukannstalles - Bildungschancengesetz 2015

#dukannstalles

Mit dem neuen Schulgesetz setzen wir ursozialdemokratische Schwerpunkte und halten unser Wahlversprechen: Wir stärken die Chancen unserer Kinder auf einen guten Bildungsweg unabhängig vom Geldbeutel ihrer Eltern.

Die zentralen Punkte:

Mehr Ganztag – Unsere Kinder bekommen mehr Zeit zum Lernen und können sich dadurch besser entwickeln: Die Basis für mehr Gerechtigkeit in unserem Bildungssystem und für gleiche Chancen für alle.

Mehr Vielfalt – Zusätzliche Förderstunden und kleinere Klassen stärken die Gymnasien. Zeitgleich werden Gesamtschulen als ersetzende Schulform verankert. Sie sind damit gleichwertig mit Gymnasien, Haupt- und Realschulen sowie Oberschulen. Niedersachsens Schullandschaft entspricht nun mehr dem Willen der Schüler_innen, Eltern und von Schulträgern vor Ort.

Mehr Entlastung – Der Leistungsdruck an Grundschulen wird durch die Abschaffung der Schullaufbahnempfehlung verringert. Die Rückkehr zum neuen Abitur nach 13 Jahren entstresst den Alltag von Schüler_innen, Eltern und Lehrer_innen.

Mehr Elternwille – Der Wunsch der Eltern ist ausschlaggebend für den Besuch der weiterführenden Schule ihres Kindes.

Mehr Selbstverantwortung – Kommunen entscheiden selbst, welche Schulformen sie vor Ort  für sinnvoll halten. So können sie flexibel auf Elternwünsche, lokale Besonderheiten und Herausforderungen reagieren.

Zehn gute Gründe für das neue Bildungschancengesetz

1. Welches sind die Gründe für die Neufassung des Niedersächsischen Schulgesetzes?
Niedersachsen braucht ein modernes Schulgesetz, welches den Ansprüchen an moderne Bildungspolitik gerecht wird. Ein Gesetz, welches den gesellschaftlichen Entwicklungen (demografischer Wandel, Ganztag, Inklusion etc.) für Schüler_innen Rechnung trägt.

2. Was ändert sich bei der Ganztagsschule?
CDU und FDP hatten eine unterfinanzierte »Ganztagsschule light« geschaffen. Wir dagegen haben die finanzielle Ausstattung der Ganztagsschulen in einem ersten Schritt fast verdreifacht.
Eingebettet ist die Ganztagsschule in unser Bildungspaket »Zukunftsoffensive Bildung«. Mit der Verankerung im Schulgesetz schaffen wir mehr Bildungsgerechtigkeit und Chancengleichheit für unsere Schülerinnen und Schüler.

3. Warum zurück zum 13-jährigen Abitur?
Das Turbo-Abi war eine Fehlentscheidung der schwarz-gelben Vorgängerregierung, die es schnell zu korrigieren galt. Wir geben unseren Schülerinnen und Schülern wieder mehr Zeit zum Lernen, für Kreativität, zur Persönlichkeitsentwicklung und für eine gute Vorbereitung auf Beruf oder Studium.

4. Was ändert sich beim Leistungsdruck in Grundschulen?
Durch die viel zu frühe Festlegung auf eine Schullaufbahn lastet auf Grundschulkindern ein hoher Leistungsdruck. Dies ist aus erziehungswissenschaftlicher Sicht eine Fehlentwicklung. Deshalb wird die Schullaufbahnempfehlung am Ende von Klasse 4 durch zwei Beratungsgespräche ersetzt.
Auch werden neue Formen von jahrgangsübergreifendem Unterricht in der Grundschule eingeführt. Dadurch gehen wir auf die Bedürfnisse der Kinder ein und schöpfen ihre Potenziale aus.

5. Warum sollen Gesamtschulen ersetzende Schulform werden?
Wir wollen die Diskriminierung der Gesamtschulen beenden, wie sie die Vorgängerregierung eingeführt hat. Stattdessen setzen wir mit breiter Unterstützung der Elternschaft auf gemeinsames Lernen.
Kein Schulträger muss Gesamtschulen anbieten. Auch wird unsere Landesregierung keine Schulform abschaffen. Stattdessen ist unser Ziel, bei zurückgehenden Schülerzahlen flexible Regelungen zu ermöglichen.

6. Bedroht die Gesamtschule das Gymnasium?
Nein. Unter der CDU-FDP-Landesregierung war die Gesamtschule schon als ersetzende Schulform möglich. Obwohl dies in rund 40 Fällen und teils seit Jahrzehnten praktiziert wurde, musste kein Gymnasium geschlossen werden. Vielmehr hat das Gymnasium als mit Abstand beliebteste Schulform auch bei zurückgehenden Schülerzahlen nichts zu befürchten.

7. Wie stärkt die Landesregierung das Gymnasium?
Der Bestand des Gymnasiums wird durch das neue Schulgesetz geschützt. Es erhält zusätzliche Förderstunden, mehr Zeit für das Abitur nach neun Jahren und zum Lernen. Das Gymnasium wird auch künftig flächendeckend in allen Teilen Niedersachsens vertreten sein.

8. Was bedeutet das Schulgesetz für die Kommunen?
Die Kommunen als Schulträger erhalten mehr Selbstverantwortung. Das Gesetz ermöglicht ihnen neue Formen der Zusammenarbeit und variable Regelungen bei der Schulträgerschaft. Sie können dadurch flexibel auf die demografischen Herausforderungen reagieren und ein passgenaues Schulangebot vorhalten.

9. Welches Tempo wird bei der Inklusion eingeschlagen?
Die SPD steht zur Inklusion und damit zum gemeinsamen und diskriminierungsfreien Lernen von Kindern mit und ohne Behinderung in der allgemeinbildenden Schule.
In den letzten Monaten haben sich viele Menschen sorgenvoll an uns gewandt. Dieses haben wir aufgegriffen und den Förderschulen Sprache Bestandsschutz gegeben. Die Förderzentren bleiben bestehen.

10. Welches sind die zentralen Punkte des Bildungschancengesetzes?
— Das Kind steht mit seiner bestmöglichen Förderung im Mittelpunkt.
— Wir wollen die pädagogische Arbeit in den Schulen fördern.
— Der Elternwille wird weiter gestärkt.
— Die Schulträger erhalten mehr Gestaltungsfreiheit bei der Schulstruktur.
— Die Schulen können künftig noch eigenverantwortlicher arbeiten.

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