StartGerechter Lohn für gute Arbeit

Gerechter Lohn für gute Arbeit

Grafisches Element: Mindestlohn

Eintreten für Mindestlöhne!

"Hungerlöhne" treiben Menschen und ihre Familien in die Armut und machen ein menschenwürdiges Leben unmöglich:

  • Hans F. (53) aus Hameln arbeitet im Speditionsgewerbe. Über Jahre ist er Fernstrecke gefahren, hat die Familie kaum gesehen. Inzwischen arbeitet er im Nahverkehr. Im Schnitt ist er 12 oder 13 Stunden am Tag unterwegs. Natürlich sind die Lenkzeiten auf dreimal 9 Stunden beziehungsweise zweimal 10 Stunden festgelegt und per Tachoscheibe kontrolliert. Doch die Ladezeiten bei den Kunden sind lang. "Ich bekomme dafür 1.550 Euro brutto", sagt er. Teilt er das durch 270 Stunden Arbeit im Monat so bleiben 5,74 Euro übrig. "Ich bin ein Mensch, der malochen will statt Hartz IV zu kassieren."

  • Claus T. (41) aus Vechta hat Abitur und ein abgeschlossenes Studium, aber als Biochemiker bekam er keinen Job. Schließlich bekam er Arbeit bei einem Computer-Laden mit Internethandel. Er musste zwischen Serviceabteilung und Lager wechseln. Bei einer Arbeitszeit von durchschnittlich 50 Stunden pro Woche erhielt er 1.000 Euro brutto, das entspricht einem Stundenlohn von 5,00 Euro. "Ich bin derart ausgenutzt worden, dass man schon von moderner Sklaverei reden kann", beschreibt er seine Erfahrung.

  • Zwölf Stunden am Tag, 15 Tage am Stück, 3,30 Euro die Stunde. "Finden sie das gerecht?" fragt Hotelfachfrau Sara (20). "Wir sind nicht einfach nur Kellner, die Teller abräumen." Dauerlächeln, ständig auf den Beinen und Weinberatung bis in den späten Abend hinein. Sie rechnet vor: 770 Euro Netto-Monatslohn abzüglich Auto, Miete und Telekom: "Da bleiben 107 Euro für den Monat übrig. Wie soll ich davon Lebensmittel, Kleidung oder mal einen Abend mit Freunden finanzieren?"

Wir fordern existenzsichernde Löhne.

Menschen in Vollbeschäftigung müssen von ihrer Arbeit auch menschenwürdig leben können.

 

 
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