Asse-PUA: Nur die anderen machen Fehler
Petra Emmerich-Kopatsch
18. Juni 2010
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Wie bei vielen anderen Zeugen zuvor hat auch Gerald Hennenhöfer - in den 90er Jahren unter der damaligen Bundesumweltministerin Angela Merkel Abteilungsleiter im Bundesumweltministerium und seit dem Regierungswechsel 2009 erneut in dieser Position - im Asse-Untersuchungsausschuss des Niedersächsischen Landtages beteuert, alles richtig gemacht zu haben. Hingegen hätten alle anderen Beteiligten, in seinem Fall das Bundesforschungsministerium, das niedersächsische Umweltministerium
sowie die Bergämter, alles falsch gemacht. „Die Vorstellung lässt schaudern, dass die Verantwortlichen von damals heute an gleicher Stelle wieder für alle Atom- und Endlagerfragen zuständig sind. Und dies, ohne aus den damaligen Fehlern ein geändertes Verhalten abzuleiten“, sagte Petra Emmerich-Kopatsch, SPD-Mitglied im Asse-Untersuchungsausschuss, am Donnerstag in Hannover.
„Hennenhöfer tritt sicher auf, versteckt sich hinter seinen Rechtskenntnissen, hat aber bis heute keinerlei Sensibilität für den Umgang mit atomaren Problemen entwickelt“, bewertete die SPD-Politikerin den Auftritt des Zeugen. Und das, obwohl Hennenhöfer heute wieder an gleicher Stelle im Bundesumweltministerium beim jetzigen Minister Röttgen als Abteilungsleiter tätig sei.
Hennehöfer steht klar für ein ‚Zurück in die Vergangenheit‘ und treibt Gorleben mit den gleichen Methoden von früher vehement voran. Hennenhöfer wurde als Vertrauter von Bundeskanzlerin Merkel zurückgeholt, um den Atomausstieg rückgängig zu machen und Gorleben endlagertauglich zu beten“, sagte Emmerich-Kopatsch.
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