Schlecker-Frauen: SPD-MdL Gerd Will fordert Hilfe von Landesregierung

Gerd Will
 

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Die SPD-Landtagsfraktion macht die Schlecker-Insolvenz erneut zum Thema im Landtag. „Die Entscheidungen der schwarz-gelben Landesregierung sind ein Schlag ins Gesicht der Schlecker-Frauen gewesen, der allein parteipolitisch motiviert war. Diese Regierung hat die Menschen aus den Augen verloren. Das werden die mündlichen Anfragen am Freitagvormittag im Landtag belegen“, kündigte der stellvertretende Vorsitzende und wirtschaftspolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Gerd Will, an.

Die Weigerung der Landesregierung, die Hand für eine Transfergesellschaft zu reichen, weil sie angeblich zu teuer sei, ist nach Wills Ansicht ebenso deutlich wie bitter widerlegt worden: „Die Agentur für Arbeit hat bundesweit im Rahmen der Schlecker-Pleite 133 Millionen Euro für Sozialausgaben und Insolvenzgeld aufwenden müssen. Das wirtschaftliche Risiko einer Transfergesellschaft hätte lediglich 70 Millionen Euro betragen.“

Zum Stichtag 15. Juni seien von den bundesweit 11.300 gekündigten Schlecker-Frauen 3600 in neuen Arbeitsstellen gewesen, ebenso viele hätten sich in Weiterbildungsprogrammen befunden. „Festzustellen ist, erstens sind mehr als 4000 Schlecker-Frauen derzeit ohne Perspektive, zweitens ist es vor allem in Norddeutschland schwierig, eine Neuanstellung im Einzelhandel zu finden. Und drittens reißt die Schlecker-Pleite ein riesiges Loch in die Grundversorgung der Menschen in den ländlichen Regionen. Wir wollen wissen, ob die Landesregierung diese Folgen ihrer Verweigerung bedacht und bewusst in Kauf genommen hat“, sagte Will.

Zudem habe das Angebot der Umschulung zu Erzieherinnen in Niedersachsen deutlich weniger Attraktivität. „Nach unseren Informationen sind in den vergangenen drei Jahren in Niedersachsen gerade einmal 44 Arbeitslose zu Erziehern umgeschult worden. In unserem Nachbarland Hessen waren es im gleichen Zeitraum 500, weil das Land das dritte Umschulungsjahr finanziert. Niedersachsen kennt das nicht“, sagte Will.

 

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1 Kommentar zu Schlecker-Frauen: SPD-MdL Gerd Will fordert Hilfe von Landesregierung

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Rainer Hanke

am um 21:57 Uhr

 

Sehr geehrter Herr Will,

nur ,weil eine unternehmerische Dumpfbacke wie A.Schlecker, der seine ehemaligen Mitarbeiter auch noch ausgebeutet hat (fragen Sie mal Ihre Gewerkschaftsfreunde), der jetzt jämmerlich pleite geht, soll nun eine
Transfergesellschaft auf Steuerzahlerkosten installiert werden?

Warum? , weil es besonders viele Arbeitslose auf einmal sind? (ist ja schlimm genug!) Was unterscheidet diese Arbeitslosen von anderen? Haben die ehem. Schleckerbeschäftigten einen Sonderstatus? Wenn ja, erklären Sie das bitte auch.

Und wenn Sie das erklären könnten, müssten sich die „anderen Arbeitslosen“ dann nicht irgendwie diskriminiert fühlen?

Es geht hier, meiner Meinung nach, nur darum dem „sogenannten politischen Gegner“ eine Ohrfeige zu verpassen, um nichts anderes!
Etwas zu durchsichtig, die Kids im Kindergarten wären eine Spur raffinierter!

Wenn die Agentur für Arbeit jetzt mehr Geld als eine Trans.Ges. aufwenden muß, ist das doch i.O., Beschäftigte und Unternehmen leisten dafür doch immense Abgaben, oder nicht? Genau für den Fall haben wir doch diese Behörde mit den vielen Mitarbeitern...

Falls Sie, in diesem Zusammenhang Vorschläge für Sparmaßnahmen im Landes – bzw. Bundeshaushalt benötigen, schreiben Sie doch einen Wettbewerb auf Ihrer Homepage aus, derjenige, der die besten (oder die meisten) Vorschläge macht, gewinnt bei der „Friedrich Ebert Stiftung“ irgendein Seminar, z.B. das Projekt „Staatsmodernisierung“, die FES wird doch sowieso von jedem, wirklich jedem Steuerzahler hoch subventioniert, (2007 mit ca. 111,2 Mill., laut Wikipedia).

Also, nur Mut!!

Viele Grüße
Rainer Hanke


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