Donnerstag, 26.01.2012
Die Ausstellung der Willi Klenck Dokumentation findet im Lamstedter Rathaus statt
20:00 Uhr, Foyer des Rathauses der Samtgemeinde Börde Lamstedt
Die Niedersächsische Technische Hochschule (NTH) hat nach Ansicht von Gabriele Andretta, stellvertretende Vorsitzende und Wissenschaftsexpertin der SPD-Fraktion im Niedersächsischen Landtag, mit der Entscheidung, nicht in der dritten Förderlinie der Exzellenzinitiative anzutreten, die Notbremse gezogen. Andretta: "Das Ergebnis kann nicht überraschen. Die NTH ist auch nach zwei Jahren immer noch ein in der Luft schwebendes Konstrukt. Es gibt zwar standortübergreifende Kooperationen in einzelnen Fächern, es fehlt aber die Identität als Universität."
Das angekündigte Zukunftskonzept " Struktur einer standortübergreifenden Hochschule", mit dem die NTH im Wettbewerb punkten wollte - darin waren sich von Beginn an Wissenschaftler einig - sei von Beginn an chancenlos gewesen. "Wie soll eine als Wanderzirkus organisierte Universität, die weder eigene Studierende noch Professoren hat, im Elite-Wettbewerb bestehen können?", fragt die Wissenschaftsexpertin.
Trotz Rückzug der NTH sei jetzt aber der Flurschaden für Niedersachsen und seine Hochschullandschaft groß. Gabriele Andretta erinnert daran, dass mit der politisch verordneten Entscheidung, die NTH als Elite-Kandidat ins Rennen zu schicken, das "Aus" für die erfolgreiche Hannover-Allianz aus Leibniz Universität, MHH und TiHo besiegelt worden sei.
"Statt die Hannover-Allianz im Wettbewerb erfolgreich zu positionieren und neben der Universität Göttingen eine zweite Exzellenzuniversität im Lande zu haben, wurde von der Landesregierung eine einmalige Chance auf dem Altar politischer Opportunitäten geopfert." Andretta fordert jetzt Konsequenzen. Ministerin Wanka müsse gemeinsam mit den beteiligten Universitäten ein tragfähiges Konzept für die NTH vorlegen, um so den Geburtsfehler der NTH beseitigen.
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