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AfA begrüßt Debatte um Rente mit 67 – Sozialversicherungspflichtige Beschäftigung die Messlatte – Praktikum für Hüther und Zimmermann

Brinkmann, Markus

Markus Brinkmann

12. August 2010 1 Kommentar

Der Landeskoordinator der Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen in der niedersächsischen SPD, Markus Brinkmann (MdL), hat die Debatte über die Rahmenbedingungen zur Ausgestaltung der Rente mit 67 innerhalb der SPD begrüßt und dem Vorstoß von Wirtschaftswissenschaftlern zur Rente mit 70 eine klare Absage erteilt. „Die SPD muss ihre Politik an der Realität von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern ausrichten. Dazu gehört, dass die Rente mit 67 in der jetzigen Form zur faktischen Rentenkürzung,

besonders für körperlich stark beanspruchte Arbeitnehmer wird. Diese Fehlentwicklung müssen wir korrigieren“ sagte Brinkmann. Brinkmann ergänzte, er halte das Aussetzen der Rente mit 67, wie sie der ehemalige Arbeitsminister Olaf Scholz vorgeschlagen hatte, für „sehr sinnvoll.“

„Erst wenn es mehr Arbeitsplätze für Arbeitnehmer über 60 Jahre in Deutschland gibt und wenn die tatsächliche Beschäftigungsquote deutlich gestiegen ist, kann über die Rente mit 67 geredet werden. Dabei muss sozialversicherungspflichtige Beschäftigung die Messlatte sein und nicht prekäre Beschäftigungsverhältnisse, wie es der Wunsch von Arbeitsministerin von der Leyen ist“, betonte Brinkmann.

Die Forderung der Wirtschaftswissenschaftler Hüther und Zimmermann zur Einführung der Rente mit 70 bezeichnete Brinkmann als „pseudowissenschaftliche Vorlage für die arbeitnehmerfeindliche Politik“ der schwarz-gelben Bundesregierung.

„Die Überprüfung der Beschäftigungslage bei älteren Arbeitnehmern steht noch aus, da liefern die arbeitgebernahen Institute bereits falsche Argumente zur weiteren Anbebung des Renteneintrittsalters. Offensichtlich haben die Herren Hüther und Zimmermann den Kontakt zur Arbeitswirklichkeit der Menschen vollends verloren. Daher empfehle ich den Herren die Aufnahme eines Praktikums in der realen Arbeitswelt, um einzusehen, dass die Rente mit 70 ein Hirngespinst ist. Ich freue mich schon jetzt auf die Bewerbungen von Herrn Hüther und Herrn Zimmermann und kann bei ausbleibendem Erfolg gerne bei der Suche nach einem geeigneten Praktikumsplatz behilflich sein“, sagte Brinkmann.


Arbeit

 

1 Kommentar zu AfA begrüßt Debatte um Rente mit 67 – Sozialversicherungspflichtige Beschäftigung die Messlatte – Praktikum für Hüther und Zimmermann


Heinz Möller

1

am 12. August 2010 um 16:36 Uhr

Ich hätte mir von der AfA-Niedersachsen eine klare Stellungnahme zur Abkehr von
der Rente mit 67 Jahren und damit einen eindeutigen Schulterschluss mit unseren Bündnispartnern in den Gewerkschaften gewünscht. Es hilft hier kein weiteres
Herumeiern. Falsche Entscheidungen als Regierungspartei sollte man schnellstens korrigieren.

Es ist doch hirnrissig jemanden, der krankheitsbedingt aus dem Erwerbsleben ausscheiden musste, mit einer saftigen Rentenkürzung zu bestrafen.


 

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