10. August 2010
2 Kommentare
Der niedersächsische SPD-Landesvorsitzende Olaf Lies fordert eine schnelle und lückenlose Aufklärung der schweren Vorwürfe, die im Rahmen eines Berichtes des ARD-Magazins Report Mainz gegen Niedersachsens Landwirtschaftsministerin Astrid Grotelüschen erhoben werden. „Ministerpräsident McAllister muss den erschütternden Anschuldigungen entgegentreten, dass sich seine Tierschutzministerin an tierquälerischer Mastputerei eine goldene Nase verdient“, erklärte Lies.
Da Frau Grotelüschen offensichtlich in einem Interessenkonflikt stecke, müsse der Ministerpräsident seiner Verantwortung gerecht werden und die Aufklärung vorantreiben.Am gestrigen Montag hatte das ARD-Magazin berichtet, dass es bei mecklenburgischen Putenmästern zu tierquälerischer Putenhaltung gekommen war. Report Mainz zeigte Bilder von verletzten und verendeten Tieren.
Die betroffene Erzeugergemeinschaft bezieht ihre Küken bei der Mastkükenbrüterei Ahlhorn, dem Betrieb des Ehemannes von Astrid Grotelüschen. Frau Grotelüschen war vor ihrer Ernennung zur Landwirtschaftministerin durch den ehemaligen Ministerpräsidenten Christian Wulff im April dieses Jahres Geschäftsführerin bei Ahlhorn.
„Die schockierenden Aufnahmen belegen Tierquälerei in schlimmster Form. Als Geschäftsführerin können Frau Grotelüschen die Vorgänge in der geschäftlich angebundenen Putenmästerei nicht verborgen geblieben sein. Es liegt der Verdacht nahe, dass der Tierschutz im Geschäftsumfeld der Grotelüschens der Profitgier untergeordnet wird, auch wenn die Ministerin jedwede Geschäftsbeziehung zwischen der Mastkükenbrüterei ihres Mannes und der Mecklenburgischen Putenerzeugergemeinschaft vor laufender Kamera geleugnet hat. Die Recherchen von Report Mainz lassen Zweifel an dieser Darstellung von Frau Grotelüschen aufkommen“, so Lies.
Der Landesvorsitzende wies darauf hin, dass bereits jetzt der Ruf der Ministerin beschädigt sei. „Frau Grotelüschen wird es schwer haben, glaubwürdig für den Tierschutz einzutreten. Außerdem wird sie mit diesen Anschuldigungen im Gepäck wohl kaum als interessenunabhängige Instanz wahrgenommen, wenn es darum geht, die aufgeheizte Stimmung rund um die Ansiedelung von Megaschlachthöfen in Niedersachsen zu befrieden“, erklärte Lies.
LandwirtschaftNiedersachsen
2 Kommentare zu McAllister muss Vorwürfe gegen Grotelüschen entkräften
Tradintl
1
am 10. August 2010 um 16:10 Uhr
nein die SPD und die Grünen haben keinen Mut. Beide haben lange genug das Thema verschlafen. Nun die laue Forderung Grotelueschen solle im Ausschuss
Lanwirtschaft Rede und Antwort stehen. Sowas schreiben nur Genossen, die keine Ahnung haben. Das Verfahren ist ein Untersuchungsausschuss und sonst nichts. Schon mal die Verbandelung Rothekoetter zu der Geflügel-Mafia incl der bucklicgen Verwandschaft genau geegoogelt, warum flossen 6 Mio und 1 Mio aus der verschuldeten Gemeinde Wietze. Warum sind Leute vor dem LG Münster in einem Steuerhinterzeihungsprozess verwickelt die wieder für diese arbeiteten. Warum belog Grotelueschen die Redaktion und warum ist ausgerechnet am Tag nach der Ausstrahlung die Polizei mit einem vollkommen überzogenen Aufgebot in Wietze? Fragen ueber Fragen nur die liebe alte Tante SPD und die Grünen müssen mal aufwachen und das, was wirklich mit Fleiss recherchierbar ist recherchieren. Wacht endlich mal auf und greift an! so wie in NRW!
Regina Lutz
2
am 10. August 2010 um 12:07 Uhr
Mc Alister muss die Vorwürfe nicht entkräften, er muss die Lobbyministerin sofort gehen lassen. Das ist doch offensichtlich, dass eine neue Ministerin zu Zeiten der aufstrebenden Geflügelwirtschaft auch aus dieser Branche kommt.
Unsere Genossen bei Wietze müssen die Mastanlage mit stoppen. Arbeitsplätze können nicht immer alles sein.
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