Donnerstag, 26.01.2012
Die Ausstellung der Willi Klenck Dokumentation findet im Lamstedter Rathaus statt
20:00 Uhr, Foyer des Rathauses der Samtgemeinde Börde Lamstedt
Niedersachsen darf Krippen-Ausbau nicht länger verschlafen
Caren Marks
29. Juni 20100 Kommentare
"Die schwarz-gelbe Bundesregierung muss den Ausbau der Betreuungsplätze für Kinder unter drei Jahren absichern und weiter forcieren. Einrichtungen der frühkindlichen Bildung werden immer stärker nachgefragt, der Bedarf an Plätzen für Kinder unter drei Jahren steigt kontinuierlich", so die familienpolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion Caren Marks. Aktuelle Zahlen des "Ländermonitors Frühkindliche Bildungssysteme" verdeutlichen, dass die Nachfrage nach Kita-Plätzen seit 2006
gestiegen ist, auch in Niedersachsen. In Niedersachsen ist der Bedarf allerdings am wenigsten gedeckt, es bleibt mit Nordrhein-Westfalen weiterhin Schlusslicht beim Krippen-Ausbau. Auch liegt Niedersachsen bei den Investitionen in frühkindliche Bildung und Betreuung an vorletzter Stelle aller Bundesländer.
"Die niedersächsische Landesregierung hat hier auf ganzer Linie versagt und den notwendigen weiteren Krippen-Ausbau verschlafen. Dadurch werden wichtige Chancen für Kinder, aber auch unsere Gesellschaft vergeben", so Marks. Die Abgeordnete fordert einen nationalen Bildungspakt zwischen Bund und Ländern, bei denen auch die Kommunen und die Träger einzubeziehen sind: "Ein solcher Pakt ist längst überfällig. Betroffene Eltern erwarten zu Recht eine verlässliche und gute Betreuungsinfrastruktur für ihre Kinder."
Marks weiter: "Wenn die Bundesfamilienministerin es mit ihrem Versprechen ernst meint, den Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz ab eins nicht in Frage zu stellen, muss sie endlich aktiv werden", so Marks weiter. Die Finanz- und Wirtschaftskrise sowie die Steuerpolitik von Schwarz-Gelb hätten die Finanzsituation der Kommunen massiv verschlechtert. Daher könne der Ausbau der frühkindlichen Bildung nur gelingen, wenn sich der Bund mit einem zusätzlichen Finanzierungsbeitrag beteilige. Aktiv werden müsse aber auch endlich die niedersächsische Landesregierung. "Es steht beim Betreuungsausbau fünf Minuten vor zwölf", so Marks.
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