Atomkraft: Schwarz-Gelb blendet Gesundheitsgefahren aus
Uwe Schwarz
02. Juni 2010
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CDU und FDP im Niedersächsischen Landtag sind nicht gewillt, sich mit den gesundheitlichen Gefahren auseinanderzusetzen, die möglicherweise von Atomkraftwerken ausgehen. Jüngstes Beispiel ist das Verhalten von Schwarz-Gelb in der Sitzung des Sozialausschusses am (heutigen) Mittwoch. „Die Vertreter der Regierungsfraktionen blockieren nach wie vor alle Anträge, die sich mit Atomenergie beschäftigen. Das betrifft vor allem die Themen Leukämie in der Elbmarsch und die KIKK-Studie
des Deutschen Kinderkrebsregisters in Mainz sowie den von der SPD eingebrachten Antrag zur Erforschung einer möglichen gesundheitlichen Gefährdung durch Tritium“, berichtete Uwe Schwarz, stellvertretender Vorsitzender und sozialpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion.
CDU und FDP drücken sich vor jeder Positionierung. Sie fürchten die Konsequenzen aus der Erkenntnis, dass es höhere Krankheitsraten im Umfeld von Atomkraftwerken gibt. Sie haben keinen Mumm in den Knochen, der möglichen Konsequenz ins Auge zu sehen. Stattdessen wird hier seit Jahren eine Vogel-Strauß-Politik betrieben“, kritisierte Schwarz.
Petra Emmerich-Kopatsch, umweltpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion ergänzte: „Es ist offensichtlich, dass Schwarz-Gelb in diesen Tagen, in denen die Kanzlerin mit den Ministerpräsidenten über die Laufzeitverlängerung von Atommeilern reden will, Negativmeldungen über Gefahren der Atomkraft unbedingt vermeiden will.
Dem politischen Ziel wird alles untergeordnet. Selbst eine Erforschung möglicher Gesundheitsgefährdungen ist unerwünscht. Die geschätzten Kolleginnen und Kollegen von Union und FDP sollten sich gut überlegen, ob ihr politisches Ziel wirklich so viel schwerer wiegt als die Ge-sundheit der Bevölkerung im Umkreis von Atomanlagen.“
EnergieGesundheitNiedersachsen
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