Irreführung der Verbraucher stoppen
Matthias Groote
28. April 2010
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Die Abgeordneten der S&D-Fraktion im Europäischen Parlament fordern, dass der Einsatz von so genanntem „Fleisch-Kleber“ gestoppt wird. Der SPD-Europaabgeordnete Matthias Groote dazu: „Der Einsatz dieses ‚Fleisch-Klebers’ stellt eine eindeutige Irreführung der Verbraucher dar.“ Eine Richtlinie der Europäischen Kommission sieht vor, das Enzym Thrombin als Nahrungsmittel-Zusatz zu zulassen. Thrombin wird dazu benutzt, mehrere Teile Fleisch zu einem Stück zusammen zu kleben.
„Solche Zusatzstoffe dürfen nur zugelassen werden, wenn sie kein Gesundheitsrisiko darstellen und einen Vorteil für die Verbraucher haben – beides trifft nicht zu,“ argumentiert Groote. Durch das Zusammenkleben der Fleischstücke entstehe eine größere Oberfläche auf dem sich gefährliche Bakterien ausbreiten können. „Die Kommission setzt also die Gesundheit der Verbraucher leichtfertig aufs Spiel,“ so Groote.
Im Entwurf der Kommission wird vorgeschrieben, dass mit Thrombin bearbeitetes Fleisch als „verbundene Fleischstücke“ gekennzeichnet werden muss. Außerdem wird der Einsatz des „Fleisch-Klebers“ in Restaurants und öffentlichen Gaststätten untersagt. „Aber wer garantiert, dass die zusammengeklebten Fleischstücke nicht doch ihren Weg in Restaurants finden, bedingt durch den hohen Preisdruck,“ so Groote.
Der Entschließungsantrag der sozialdemokratischen Fraktion lehnt daher die Annahme des Kommissions-Entwurfes ab. „Eine solche Irreführung der Verbraucher ohne erkennbaren Nutzen können wir nicht verantworten. Das läuft allen Anstrengungen des Verbraucherschutzes zuwider,“ begründet Matthias Groote seine Haltung.
Europa
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