17. März 2010
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Der Ausschuss für Umweltfragen, Volksgesundheit und Lebensmittelsicherheit hat gestern über den Gesetzesvorschlag zu Lebensmittelinformationen abgestimmt. "Das Ergebnis ist ein Fortschritt für die Verbraucherinnen und Verbraucher in der EU", freute sich der SPD-Europaabgeordnete und Ausschussmitglied Matthias Groote. "Endlich müssen überall in der EU die Nährwertangaben der Lebensmittel verpflichtend und gut lesbar abgedruckt werden", erklärte Matthias Groote.
Lebensmittelhersteller sind zukünftig verpflichtet, Angaben zu Energiewert, Fett, gesättigten Fettsäuren und Kohlenhydraten mit besonderem Hinweis auf Zucker und Salz anzugeben. Matthias Groote freute sich, dass außerdem auch Ballaststoffe, Eiweiß und Transfettsäuren ab jetzt immer gekennzeichnet werden müssen. Gegen den Widerstand der konservativen Mitglieder im Umweltausschuss konnte durchgesetzt werden, dass auch das Herkunftsland für Produkte aus Fleisch, Geflügel und Milch sowie für Obst und Gemüse immer angegeben werden muss.
"Das ist ein großer Erfolg für die Verbraucherinnen und Verbraucher, die genau wissen wollen, wo ihre Lebensmittel herkommen", betonte Matthias Groote .Verbesserungsbedarf sieht Matthias Groote bei der Festlegung verpflichtender Portionsgrößen für die Angabe von Nährwerten. Für die Verbraucher ist es dringend nötig, dass die Nährwerte in realistischen und leicht nachvollziehbaren Portionsgrößen angeben werden.
"Es kann nicht sein, dass ich die Rosinen und Haferflocken erst zählen muss, um zu wissen, wie viel Zucker und Kalorien in meinem Müsli enthalten sind!", empörte sich Matthias Groote . Allerdings haben die Konservativen verhindert, dass die Angaben pro Portion verpflichtend sind. Hersteller können nun entscheiden, ob sie diese Angaben machen wollen oder nicht.Nicht akzeptabel findet Matthias Groote auch den Widerstand der Konservativen gegen eine Kennzeichnung von Alkohol.
"Viele Verbraucher wissen nicht, wie viele Kalorien in alkoholischen Getränken stecken", erklärte Matthias Groote . Deshalb ist auch hier eine verpflichtende Angabe des Energiewertes notwendig.Bei den Verhandlungen im Plenum werden wir Sozialdemokraten uns erneut dafür einsetzen, dass realistische und leicht verständliche Portionsgrößen angegeben und auch die Kennzeichnung von Alkohol verpflichtend umgesetzt werden müssen", betonte Matthias Groote abschließend.
EuropaGesundheit
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