Röttgen täuscht die Menschen
Garrelt Duin
15. März 2010
1 Kommentar
Jetzt lässt Umweltminister Röttgen die Katze endlich aus dem Sack: Nach dem Willen der CDU und FDP soll der hochradioaktive Atommüll, der bei der Stromerzeugung übrig bleibt, im Salzstock Gorleben für ewige Zeiten gelagert werden. Röttgen spricht zwar von weiterer Bergwerks-Erkundung, aber damit verschleiert er nur, dass er den Weiterbau meint. Ergebnisoffen wird die weitere „Erkundung“ schon deshalb nicht, weil Röttgen eine alternative Suche zu Gorleben gar nicht vorsieht.
Angeblich will der Christdemokrat die Menschen im Wendland beteiligen, und nebenbei über Endlagergesteine forschen lassen. Die Bürgerbeteiligung meint er jedoch nicht wirklich ernst, weil die Erkundung nach dem alten Bergrecht und nicht nach dem Atomrecht ablaufen soll. Nach dem Atomrecht hätten Bürger tatsächlich starke Beteiligungsmöglichkeiten – aber die will Röttgen nicht.
Die Süddeutsche Zeitung nennt seine Pirouetten beim Namen: „Placebos fürs Volk“. Der Minister täuscht sich jedoch. Seine Placebos wirken nicht. Die Menschen im Wendland, viele Unterstützer in ganz Deutschland und auch die SPD werden dafür kämpfen, dass kein Atommüll in einen Salzstock gelangt, der direkten Kontakt zum Grundwasser hat. Gerhard Schröder hat vor zehn Jahren nicht umsonst den Erkundungsstopp durchgesetzt. Sigmar Gabriel hat jüngst in diesem Sinne bekräftigt:
Gorleben darf nicht das Atomklo Deutschlands werden, wir brauchen eine breite und unvoreingenommene Suche nach bombensicheren Endlagern – auch in Süddeutschland.
Ihr
Garrelt Duin
SPD-Landesvorsitzender
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1 Kommentar zu Röttgen täuscht die Menschen
Rosi Ziesmer
1
am 15. März 2010 um 17:04 Uhr
Bei soviel Ignoranz gegenüber dem Volkswillen und dem gesunden Menschenverstand fragt man sich, ob Politiker nur einfach dumm sind, verantwortungslos, korrupt oder kriminell.... oder von allem etwas?????
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