14. September 2009
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Am 8. September 2009 fand im Willy-Brandt-Haus die Vorstellung der Unterstützerinitiative „Gemeinsam mehr Lernen“ statt, die sowohl von „Selbstaktiv“ als auch anderen sozial-politischen Abgeordneten der SPD unterstützt wird. Die Einladung zur Vorstellung traf auf große Resonanz, insbesondere unter den Betroffenen. Die Selbstaktiv-Mitglieder sowie andere Betroffene folgten zahlreich der Einladung ins Willy-Brandt-Haus. Neben dem Bundesvorsitzenden von „Selbstaktiv“ Karl Finke, nahmen auch noch
namhafte SPD-Abgeordnete an der Veranstaltung teil, wie die Behindertenbeauftragte der Bundesregierung, Karin Evers-Meyer, die sozialpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion Andrea Nahles, MdB, sowie die Ministerin für Soziales und Gesundheit in Mecklenburg-Vorpommern Manuela Schwesig, Mitglied im „Kompetenzteam“ von Frank-Walter Steinmeier. Begleitet wurde die Veranstaltung von den öffentlichen Medien (Fernsehen und Presse).
Allen Vorträgen gemein war die Aufforderung, die persönlichen Belange behinderter Menschen stärker zu berücksichtigen wie z.B. Bildung d.h. die Beschulung behinderter Kinder stärker zu fördern, da Deutschland mit 15% den schlechtesten Wert am Ende der Europa-Skala einnimmt. Denn je besser die Schulbildung ist, desto eher bekommen die Betroffenen einen „normalen Ausbildungsplatz“ und müssen nicht in den „Werkstätten für behinderte Menschen“ arbeiten, was eine Ausgrenzung bedeutet.
Hierbei sieht man ganz deutlich, dass die Forderung der SPD „Aufstieg durch Bildung“ für alle richtig ist, denn je höher der Bildungsabschluss, desto größer die Möglichkeiten für Behinderte und nicht-behinderte Mitbürger auf dem Arbeitsmarkt. In diesem Zusammenhang gibt es insbesondere in der SPD ein gutes Angebot für behin-derte Mitglieder. Das Netzwerk „Selbstaktiv“ ist ein Netzwerk, dass es Behinderten oder an behindertenpolitischen Themen interessierten Personen die Möglichkeit bietet sich auszu-tauschen, um ihre Forderungen durchzusetzen. Und der Leitspruch von Selbstaktiv – „Nichts ohne uns über uns“ – verdeutlicht in welcher Weise behinderte Mitglieder in die partei-internen Entscheidungsprozesse eingebunden werden wollen.
Es soll nicht mehr „über“ behinderte Menschen entschieden werden, sondern vielmehr „mit“ ihnen gemeinsam. Denn als „Betroffene in eigener Sache“ wissen sie am besten, in welchen Bereichen es Defizite gibt und haben ganz konkrete Vorschläge, wie diese zu beseitigen wären, weil sie seit Jahren aus eigener Erfahrung die Schwachstellen des Systems kennen.
Um den behinderten Personen auch die Möglichkeit zu bieten selbstbestimmt an der Bundestagswahl teilzunehmen hat der Bundesvorsitzende von „Selbstaktiv“ Karl Finke in seiner Funktion als Landesbehindertenbeauftragter von Niedersachsen auf seiner Homepage eine Wahlbroschüre in „leichter Sprache“ veröffentlicht, in der er den Betroffenen den Ablauf der Bundestagswahlen verdeutlicht, um sie damit zur Ausübung ihres im Grundgesetz in Artikel 21 festgelegten Wahlrechts aufzufordern. Die Bundestagswahlbroschüre kann hier heruntergeladen werden.
Gleichstellung
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